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Ursachen, Formen, Ansteckung der Tuberkulose

Tuberkulose entsteht durch Mykobakterien

Tuberkulose wird verursacht durch das Bakterium Mycobacterium tuberculosis, einer Bakterienart aus der Familie der Mykobakterien. Eine Infektion mit Tuberkulosebakterien bedeutet jedoch nicht, dass die Krankheit auch ausbricht. In den allermeisten Fällen werden die Erreger vom körpereigenen Immunsystem in der Lunge eingekapselt und somit an der weiteren Ausbreitung gehindert. Hier können die Mykobakterien viele Jahre überdauern, ohne dass es zum Ausbruch der Tuberkuloseerkrankung kommt. Zum Ausbruch der Krankheit kommt es dann erst, wenn die Abwehrkräfte des Körpers geschwächt sind, zum Beispiel im Alter oder durch Begleiterkrankungen. Somit kommt es nur in seltenen Fällen direkt im Anschluss an eine Infektion zum Ausbruch der Erkrankung.

Formen der Tuberkulose

Man unterscheidet nach Lokalisation des Krankheitsbildes verschiedene Ausprägungen; die Lungentuberkulose und die extrapulmonale Tuberkulose.

1) Lungentuberkulose

Bei der Lungentuberkulose setzen sich die Bakterien in der Lunge fest. Im zarten Gewebe können sie sich hervorragend ansiedeln und vermehren. Auf dem Röntgenbild zeigen sich kleine entzündliche Knötchen in der Lunge. Zuerst sind die Bakterien von Lungengewebe und Abwehrzellen umschlossen und können nicht über die Luftröhre nach draußen gelangen („geschlossene Tuberkulose“). Wenn jetzt keine Therapie einsetzt, entsteht eine „offene Tuberkulose“. Das heißt, die Bakterien dringen nach außen und können andere Menschen anstecken. Nur eine konsequente Arzneimitteltherapie kann die offene Tuberkulose heilen.

2) Extrapulmonale Tuberkulose

Mit extrapulmonaler Tuberkulose bezeichnet man eine Tuberkulose außerhalb der Lunge. Sie entsteht, wenn die Lungentuberkulose nicht vollständig ausgeheilt ist und Reste von Mykobakterien im Lungengewebe verbleiben. Noch nach Jahren kann es zu einer erneuten Erkrankung kommen, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Gelangen die Erreger mit dem Blut in andere Organe, so können sie dort Knochen-, Nieren-, Darm- oder Hirnhautentzündungen auslösen. Behandelt wird mit den gleichen Wirkstoffen, die zur Behandlung der Lungentuberkulose eingesetzt werden.

falsch Husten
Falsches Husten
richtig Husten
Richtiges Husten

Vorsicht – Ansteckungsgefahr

Warum ist Lungentuberkulose ansteckend?

Beim Husten stößt der Patient feinste Tröpfchen mit Mykobakterien aus. Diese Tröpfchen sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Sie schweben in der Luft und können von anderen Menschen eingeatmet werden. Es kommt zu einer Tröpfcheninfektion. Auch der abgehustete Schleim enthält sehr viele Tuberkulosebakterien, so dass eine Schmierinfektion nicht auszuschließen ist.

Wie groß ist die Ansteckungsgefahr?

In geräumigen und gut durchlüfteten Wohnräumen besteht eine geringere Gefahr, infektiöse Tröpfchen einzuatmen und sich anzustecken. In engen und schlecht durchlüfteten Räumen und bei engem Körperkontakt steigt die Ansteckungsgefahr.

Wie verhalte ich mich richtig?

Zum Schutz Ihrer Mitmenschen in Ihrer näheren Umgebung (Familie, Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen etc.) sollten Sie die folgenden Regeln unbedingt beherzigen:
a) Beim Husten immer ein frisches Taschentuch vor den Mund halten.
b) Die Räume, in denen Sie sich aufhalten, gut durchlüften, damit die in der Luft schwebenden Bläschen hinausgeweht werden.
c) Nicht aus dem Glas oder vom Teller anderer Personen trinken bzw. essen.
d) Keine Mund-zu-Mund-Berührung (z. B. Küssen).
e) Wohnräume sauber halten: Feucht putzen oder wischen, keinen Staub aufwirbeln, denn auch Staub kann Bakterien enthalten.

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